Zunächst Sibelius‘ „Finlandia“, ein geradezu fesselndes Hörerlebnis durch das unmittelbare Erlebnis des physisch kraftvollen Spiels sowie den Kontrast der Passagen mit hoher Aktionsdichte zu denen des Innehaltens und der Hineinhorchens in den Klang. Pohl wusste dabei musikantischen Überschwang und formale Stringenz auf faszinierende Weise zu verknüpfen. Er bürdete sich keine emotionale Zurückhaltung auf, bekannte sich unmittelbar zur Dramatik und vermied gerade durch diese rückhaltlose emotionale Identifikation mit dem Werk jegliches Abgleiten in hohles Pathos.

(Cellesche Zeitung, 20.06.2017)

Als ganz im Sinne des Orchesters erwies sich auch die reiche musikalische Anlage Mozarts in dessen „Pariser“ Sinfonie, die in der Umsetzung durch das Orchester mit akzentuiert eingesetztem Schlagwerk und die von Mozart erstmals sinfonisch eingesetzten Klarinetten zunehmend an Dynamik und Farbigkeit gewann. Selten hört man solch nahezu unmerkliche Raffinesse, wenn beschleunigt oder verlangsamt werden muss, weil der Herzschlag der Musik sich subtil ändert.

Pohl hat seinen Musikern über die Jahre ein hohes Maß an Homogenität verliehen. Eine Homogenität, die auch individuelle Attacke und das Sich-Lösen vom Kollektiv bedeutet und dennoch eingebunden zu sein in ein Dirigat, das nicht nur den musikalischen Verkehr regelt, sondern immer auch inspiriert und befeuert.

(Celle Zeitung, 30.05.2016)

„Festkonzert des Celler Kammerorchesters mündet in Sturm der Begeisterung.“ „…das Orchester erwies sich wieder einmal als ungemein empathisch agierender Klangkörper."

(Cellesche Zeitung, 27.05.2014)

 

„Den Schlusspunkt des Konzertes setzte das Orchester mit Beethovens „Pastorale“. Mit detailverliebter Behutsamkeit entwickelte Pohl ein subtil ausgehorchtes Stimmengewebe, in dem er Haupt und Nebenstimmen filigran miteinander kommunizieren ließ. Dadurch brachte er auch die versteckten Stimmungen und Farben dieser musikalischen Naturschilderungen zur Geltung, die sonst so oft verschenkt werden."

(Cellesche Zeitung, 05.06.2013)

 

„Dynamisch, spritzig und bisweilen fast draufgängerisch präsentierte das knapp 60-köpfige Ensemble das viersätzige Stück mit seiner imponierenden Fülle gestalterischer Finessen. Dabei vermittelten die Instrumentalisten stets das Gefühl, diese Musik mit der ihr innewohnenden Wucht nicht nur zu verstehen, sondern auch wirklich zu empfinden.“

(Cellesche Zeitung, 15.05.2012)

 

„Und das Orchester balancierte aufmerksam die Dynamik aus und verströmte mit kantablem Schmelz genau jene Leichtigkeit und Unangestrengtheit, welche Mozarts Musik zur Ohren- und Seelenfreude macht. … Zudem verlieh das Orchester dem in sich schlüssigen, konsequenten Beethoven auch noch jenen Hauch an Gefühlswärme und Überschwänglichkeit, mit dem man neben dem Kopf auch das Herz überzeugt.“

(Cellesche Zeitung, 31.05.2011)

 

„Auch beim Abschlussstück offenbarten die Celler ein für Laienmusiker ungewöhnlich hohes musikalisches Niveau.“

(Schaumburger Nachrichten, 06.07.2009)

 

„Sein Orchester strotzte einerseits vor herrischer Kraft und federnder Agilität und verzauberte anderseits mit luzidem, schlankem Stimmengeflecht. Mit liebevoller Präzision wurde auch noch die kleinste Nebenstimme artikuliert.“

(Cellesche Zeitung, 25.05.2008)

 

„Das CKO gefiel dabei durch eine spielfreudige und klangschöne Begleitung, die durch ausgeprägte Klangbalance, aber auch in ihrer Sensibilität und ihrer Transparenz überzeugte.“

(Cellesche Zeitung, 10.06.2007)

 

„Und das Orchester hatte sich bestens vorbereitet: klare Einsätze, präzises Zusammenspiel, gute dynamische Abstufungen und eine makellos intonierende Bläsergruppe prägten das Klangbild.“

(Cellesche Zeitung, 30.11.2004)

 

„Musik von beinahe überirdischer Schönheit erklang in der Stiftskirche beim Konzert des Celler Kammerorchesters unter der Leitung von Eckhard Pohl“

(Bersenbrücker Kreisblatt, 21.07.2003)